„Ein Kapitel endet: Herren 1 verabschieden sieben Spieler am letzten Heimspieltag“

Es war ein Abend, der mehr bedeutete als nur ein Handballspiel. Die Murgtal Panthers verloren ihr letztes Heimspiel der Saison mit 23:28 (11:14) gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach 2 – ein Ergebnis, das sportlich schmerzt, aber emotional noch schwerer wiegt.

Die Panthers starteten mutig, entschlossen, getragen von einer gut gefüllten Halle. Nach zehn Minuten führten sie mit drei Toren, die Stimmung war elektrisierend, und vieles deutete darauf hin, dass der fünfte Tabellenplatz verteidigt werden könnte.

Doch die Gäste aus dem Rebland hatten einen tief besetzten Kader im Gepäck – inklusive mehrerer Spieler aus ihrer ersten Mannschaft, die mit enormer Wucht und Erfahrung auftraten. Schritt für Schritt kippte das Spiel. Fehlwürfe der Panthers luden die SG ein, das Tempo zu bestimmen. Zur Pause lagen die Gastgeber mit 11:14 zurück.

Nach dem Seitenwechsel versuchte die Mannschaft von Nenad Gojsovic alles, um den Anschluss wiederherzustellen. Doch der Rückstand blieb bestehen. Die SG spielte abgeklärt, nutzte ihre körperliche Präsenz und ließ den Panthers kaum Raum für eine Wende. Am Ende stand ein 23:28, das deutlicher wirkte, als der Kampfgeist der Gastgeber es verdient hätte.

Doch das Ergebnis war an diesem Abend nicht das, was am längsten nachhallte. Es waren die Momente danach – die Umarmungen, die Blicke, die Worte, die schwerer wogen als jede Niederlage.

Gleich mehrere Spieler wurden verabschiedet: Timo Reuter, Lukas Pflieger, Silas Stangl, Armin Kadic, Jonas Spangenberg, Frank Sink und Yannic Hitscherich.

Einige wechseln den Verein, andere beenden ihre Laufbahn. Für die Panthers bedeutet das einen tiefen Einschnitt. Für die Fans bedeutet es den Abschied von Gesichtern, die über Jahre hinweg Herz und Identität dieser Mannschaft geprägt haben.

„Wir hoffen, dass es kein Abschied für immer ist. Die Tür steht immer offen – und die Platte auch.“

Die Torschützen der Panthers: Timo Reuter (7), Armin Kadic (5), Hannes Elies (3), Sandro Kühn (3), Simon Martin (2), Flo Schmöckel (1), Frank Sink (1), Luka Varga (1)

Es war ein Spiel, das verloren ging – aber ein Abend, der in Erinnerung bleibt. Nicht wegen der fünf Tore Unterschied, sondern wegen der Menschen, die an diesem Tag verabschiedet wurden. Wegen der Geschichten, die sie geschrieben haben. Und wegen der Hoffnung, dass sie eines Tages zurückkehren.